Freitag, 21. Dezember 2012

LLIB - "25 Ask for a raise when you feel you've earned it."

So sollte das eigentlich sein, wenn schon kein anderer merkt, dass man mehr verdient hätte. Denn schließlich wird ja in dieser Gesellschaft der Wert der Arbeit anscheinend in Euro erklärt. Da fällt mir eine Freundin ein, hochqualifizierte Krankenschwester, die den Arbeitsplatz wechseln möchte und für einen extrem verantwortungsvollen Job - die volle Schulbegleitung eines Mukoviszidose-Kindes - 400€ bekommen soll. Da lohnt sich ja der Weg zur Arbeit nicht, täglich 8km, und hin und wieder müsste womöglich das eigene Kind in der Zeit betreut werden. Sie fragt sich, was das denn für eine Welt sei, die von Inklusion redet, sie aber nicht ordentlich bezahlen will. Und ich frage mich, warum alle immer sagen: "... ach ja, und Gesundheit natürlich, das ist doch überhaupt das Wichtigste!" und die Fachkräfte dann mit einem Taschengeld abgespeist werden sollen. Warum ist uns ein herumrennender Fußballer (sorry, es geht um's Beispiel) so viel, viel, viel mehr wert als eine zuverlässige, engagierte, qualifizierte Krankenschwester, die 40 Jahre lang ihre Arbeit tut? Jeder sollte das Geld kriegen, dass er verdient.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

LLIB - "24 Drink champagne for no reason at all."

Diesmal musstet ihr ein wenig auf die nächste Aufforderung warten... die Weihnachtszeit geht natürlich auch hier nicht spurlos vorbei. Dafür ist heute aber auch etwas besonders Schönes angesagt! Als ich gestern jemandem von dieser Aufforderung erzählte, sagte der: Aber das ist doch gerade der allerbeste Grund, Champagner zu trinken - gar keinen zu haben! Darum geht es nämlich: sich selber feiern. Sich selbst belohnen, eine Insel, eine Auszeit, einfach mal vom Schema F abweichen. Ohne Grund. Nur für mich selbst. Viel Spaß dabei - und wartet nicht damit bis Weihnachten!!

Dienstag, 18. Dezember 2012

LLIB - "23 Floss your teeth."

Heikle Sache das. Diese Aufforderung geht wohl in eine ähnliche Richtung wie die gestrige - es fühlt sich einfach gut an, 'fit und fertig' zu sein - oder habt ihr noch nie mal an einem Morgen das Zähneputzen vergessen... ?? Wenn das passiert, hängt einem das doch stundenlang nach :) Aber wahrscheinlich, Spaß beiseite, geht es hier doch wieder darum, wie wichtig mir die Dinge sind. Geputzte Schuhe sind das eine, aber Wertschätzung des eigenen Körpers und des Gegenübers sind das andere - für manche ist das übrigens schlichtweg selbstverständlich, die können gar nicht anders - für andere ist es ein lebenslanger Lernprozess. Ich kenne Menschen, die sind wirklich klug und wohl erzogen - aber immer hängt das halbe letzte Essen im Bart. Da fällt es einfach schwer, konzentriert zu zu hören und den anderen ernst zu nehmen. Ich kann dann auch gar nicht mehr hinsehen, den anderen darauf ansprechen, wenn man ihn nicht so sehr gut kennt, ist aber auch schwer!! Das kann man sich und anderen wirklich ersparen. Also: raus mit der Zahnseide!!

Montag, 17. Dezember 2012

LLIB - "22 Wear polished shoes."

Erste Reaktion - was soll das denn. Zweite Reaktion - klar, ist doch ein gutes Gefühl! Solche Kleinigkeiten unterstützen doch tatsächlich das persönliche Wohlbefinden und manchmal sogar das Selbstvertrauen. Vielleicht lohnt es sich also tatsächlich, auf diese kleinen, feinen Äußerlichkeiten ein bisschen mehr zu achten und sich damit das Leben ein wenig einfacher zu machen.

Samstag, 15. Dezember 2012

LLIB - "21 Learn three clean jokes."

Ich mag Witze, die einen herausfordern - solche mit Wortwitz zum Beispiel. Wenn ich da einen guten gehört oder gelesen habe, dann erzähle ich ihn auch mal weiter und vergesse ihn dann meist nach einigen Tagen wieder. Wahrscheinlich bin ich auch nicht sonderlich gut im Witze erzählen. Witze können einen aber auch auf die sprichwörtlichen Barrikaden bringen - wenn sie Minderheiten bloß stellen oder gar zu schadenfroh sind zum Beispiel. Da fehlt mir dann echt der Humor. Es muss schon oberhalb der Gürtellinie lustig sein. Ein guter Witz kann das Eis brechen, die Stimmung aufhellen, ein Gespräch wieder ins Rollen bringen... das ist toll, wenn das jemand drauf hat. Aber eins ist mir aufgefallen: gute Witze sind gar nicht so leicht zu finden. Vielleicht weiß ja jemand von euch einen - dann bitte gerne in den Kommentaren zum Besten geben!! Ach ja - vielleicht habt ihr euch gewundert, warum gestern nichts Neues auf diesem Blog erschienen ist - die Geschehnisse in Connecticut hatten mir die Lust auf Witze gründlich verhagelt. Und die Argumentation, die Lehrer hätten bewaffnet sein müssen, dann wäre weniger passiert - die hat mir den Rest gegeben. Seit dem Wilden Westen scheint da bei manchen Menschen wenig passiert zu sein.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

LLIB - "20 Be forgiving of yourself and others."

6 einfache Worte, die ein Leben völlig verändern könnten. Wir wissen das auch. Aber wie schwer ist das manchmal! Dabei machen wir alle mal was falsch - und wünschen uns dann Vergebung. Doch man beachte die Reihenfolge. Vielen ist ja gar nicht bewusst, dass man sich auch selbst vergeben können sollte: Unzulänglichkeiten, egoistische Entscheidungen, Kleinlichkeiten. Wenn ich daran festhalte, vor mir selbst immer wieder versuche, sie schön zu reden, dann bleibe ich stecken und entwickle mich nicht weiter. Nicht umsonst steht der Hinweis, sich eine Haltung der Vergebung anzueignen, schon in der Bibel. Und die Antwort "Sieben mal siebzig mal!" bedeutet für mich, dass man es immer wieder versuchen sollte, auch wenn es manchmal wirklich schwer fällt. Sonst wird das Grollen zur Dornenhecke, die mich einschließt und unfrei macht, mir den Blick verstellt und mich an der Fortbewegung hindert. Darum lohnt es sich, Vergebung immer wieder zu versuchen, los zu lassen und den - vielleicht traurigen, ängstlichen oder verletzten - Menschen hinter der Handlung zu sehen. Egal, ob man das selbst ist oder ein anderer.

Dienstag, 11. Dezember 2012

LLIB - "19 Drive inexpensive cars, but own the best house you can afford."

So mancher von euch wird jetzt sicher einen Aufschrei starten - für einige Menschen steht die Beziehung zu ihrem Auto ja tatsächlich vor allen anderen. Aber ein Auto kann keine Heimat sein und ich verbringe nur einen relativ kleinen Teil meiner Zeit in ihm. Zumindest sehe ich das so. Also lohnt es sich auch, eher in ein Haus als in ein - vergleichsweise kurzlebiges - Auto zu investieren. Denn das ist doch der Ort, mit dem man sich identifiziert, in dem man tatsächlich lebt und auftankt. Gäste empfängt, den man gestalten kann. Wie wichtig ist euch eure Wohnung oder euer Haus - nur Mittel zum Zweck oder viel, viel mehr?

Montag, 10. Dezember 2012

LLIB - "18 Buy great books, even if you never read them."

Mit diesem besonders schönen Auftrag wird mein Projekt LLIB sozusagen volljährig. Jedem Buchhändler, jeder Leseratte, jedem "Ich-mach-was-mit-Büchern" - Menschen hier im Netz wird das Herz aufgehen. Und doch gibt es Leute, die regelrecht stolz darauf sind, kein einziges Buch in ihrer Wohnung zu haben. Ich muss ganz ehrlich sagen: In einer solchen Wohnung fühle ich mich unwohl. Ich schau mich ständig um, ob ich nicht doch noch irgendwo eins finde. Krass. Ohne Bücher keine Wohnung. Selbst in Zeiten des "e-" werde ich immer noch Bücher kaufen, da bin ich mir sicher. Das Umblättern, der Geruch, die feinen Härchen auf dem Papier, die Zeichen, dass ich das mal gelesen habe, ein kleiner Riss hier, ein Strichlein da, eine Spur des eingelegten Lesezeichens... die Illustrationen, das Cover, das Gefühl in den Händen - da kommt kein Kindle&Co. mit. (Trotzdem haben auch die ihren Ort, unbedingt!) Aber ich schweife ab. Es geht ja schließlich nicht nur um das Buch an sich, sondern um den Inhalt. Du sollst ja "großartige" Bücher kaufen, solche, die dich inspirieren, dich weiter bringen, dich auf eine echte Reise mit nehmen. Es ist da keine Ausrede mehr, keine Zeit zu haben... kauf sie trotzdem, ihre Zeit wird kommen. Selbst Geld muss keine Ausrede sein, denn das Antiquariat ist nur noch einen Mausklick entfernt. Außerdem musst du ja nicht jeden Tag eins kaufen! :) Naja, und da das große Fest naht - wie wäre es denn damit, ein großartiges Buch zu verschenken? Und rein zu schreiben, warum du es großartig findest und warum du es gerade für diesen Menschen ausgesucht hast. Da könnte die Botschaft am Ende das Geschenk sein. Für die Kommentare würde ich mir wünschen, dass ihr aufschreibt, welche Bücher für euch die großartigsten sind. Ich freu mich schon darauf!! :)

Sonntag, 9. Dezember 2012

LLIB - "17 Live beneath your means."

"Lebe unter deinen Mitteln." - Sagt meine Übersetzungsapp dazu. Ähnlich unbefriedigend wie das, was meine Leistungskurs - Erinnerung mir so hergab. @markusrill hat es dann für mich so übersetzt: "Innerhalb deiner Mittel leben." Ich frage mich, ob damit das rein finanzielle oder auch ideelle Mittel gemeint sind. Nun, das Finanzielle liegt ja auf der Hand. Wenn du über deinen Möglichkeiten lebst, speziell auf Dauer, dann macht dich das immer unfreier. Und es kostet unendlich viel Kraft, da wieder heraus zu kommen - viele schaffen es nie und geben irgendwann auf. Und wirklich Freude hat man nicht, wenn aus jeder Anschaffung dann doch wieder eine Belastung wird. Aber was, wenn sich das mit den 'Mitteln' auch auf andere Dinge bezieht - zum Beispiel auf die persönliche Energie, Disziplin, Fantasie... trifft denn nicht auch zu, dass es auf Dauer niemals gut ist, über seinen Möglichkeiten zu leben, zu arbeiten, zu planen? Dann ist doch ständige Unzufriedenheit oder sogar so etwas wie Burnout&Co. vorprogrammiert. Dann kann ich irgendwann nicht mehr. Aber für viele ist es schwer, zu zu geben, dass etwas über ihre Möglichkeiten geht. Dabei hat doch jeder seine Grenzen, seien wir doch mal ganz ehrlich :) Und gerade da könnten sich Freunde, Kollegen oder Familie gut ergänzen, denn wenn einer nicht mehr kann, hat der andere vielleicht gerade noch Kapazitäten frei - und beim nächsten Mal ist es dann gerade umgekehrt. Wichtig ist auf jeden Fall, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich die Existenz eigener Grenzen bewusst zu machen. Habt einen schönen Sonntag!!

Samstag, 8. Dezember 2012

LLIB - "16 Be the first to say, "Hello."

Es gibt ja Leute, die meinen, dass das mit dem Grüßen hierarchisch geschehen sollte: der Jüngere grüßt den Älteren - der Reiche den Armen - der Wichtigere den Unwichtigeren. Aus solchen Sachen habe ich mir noch nie was gemacht und eher nach der Devise gehandelt, wer zuerst sieht, grüßt zuerst. Außerdem freue ich mich bei den allermeisten Leuten wirklich, sie zu sehen und warum sollte man das nicht auch zeigen? :) Dann gibt es ja Menschen, die benutzen das Grüßen als Waffe. "Den grüß' ich nicht mehr!", heißt es dann. Geht gar nicht, finde ich. Oder wieder andere: "Ich grüße nur, wen ich leiden kann!" Ich grüße, wenn ich 'kenne'. Naja, und manchmal grüßt man ja auch Menschen, die man eigentlich gerne näher kennen lernen würde, in der Hoffnung, dass irgendwann mal die Gelegenheit dazu kommen wird. Oder wir nehmen jemand Fremdes wahr, der uns interessant erscheint oder dessen Ausstrahlung irgendwie besonders ist - und grüßen eines Tages einfach, weil wir mutiger sind als der andere oder das Interesse nicht auf Gegenseitigkeit beruht. So, oder so - man bricht sich keinen ab, wenn man grüßt - man zeigt einfach: Ich sehe dich, ich nehme dich wahr. Wir teilen ein kleines Stück Welt und ein kleines Stück Zeit miteinander. Wenn du nicht zuerst grüßt, geht diese Gelegenheit vielleicht verloren.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

LLIB - "15 Own a great stereo system."

Musik ist die universelle Sprache der Welt. Niemals kann man alles gehört haben, täglich kommt hundertfach Neues hinzu und gerade in Zeiten des Internet ist es vergleichsweise einfach, in diese unglaubliche Welt einzutauchen. Und gute Musik hat es natürlich nicht verdient, durch einen Handy-Lautsprecher zu grumpeln. Nein, wunderbare Musik sollte auch fantastisch klingen. Bei dir zu Hause. Also - klasse, wenn man sich eine richtig gute Anlage leisten kann. :) -- Wie wichtig ist dir Musik daheim? Wann hörst du und wie wählst du aus?

Mittwoch, 5. Dezember 2012

LLIB - "14 Plant flowers every spring."

Yeah, diese Aufforderung spricht mir doch wieder mal aus dem Herzen. Im Herbst Zwiebeln setzen, sich vorstellen, wie die Frühblüher wohl aussehen werden - oder auch im Vorfrühling am Zimmerfenster aussäen, was später im Garten wachsen und blühen wird - eine echte Freude. Das sollte sich keiner entgehen lassen, auch wenn er die Zwiebeln vielleicht im fremden Garten stecken müsste oder nur eine Balkonkasten zur Verfügung hat... schnapp dir einen Gartenkatalog und fang an!

Dienstag, 4. Dezember 2012

LLIB - "13 Learn to make great chili."

Hm. Diese Aufforderung hat mich dann doch irgendwie stutzig gemacht. Aber dann kam ich zu der Auffassung, dass es niemandem schaden kann, 4-5 grandiose Rezepte aus dem Hemdsärmel kochen zu können - selbst dann, wenn das nicht gerade die persönliche Passion ist (und das wäre dann bei mir so... bis auf eine sensationelle Knoblauchsuppe, die ich auch schon einmal für 15 Personen mit seinerzeit 45 liebevoll kleingeschnibbelten Knoblauchzehen gekocht habe, kann ich nur Kartonfutter und Nudelsuppe - ach ja, und natürlich Pfannkuchen... und Rezepte lesen halt.) Ich habe also in meinem ganzen Leben noch kein Chili gemacht, aber ich werde es tun, und zwar übermorgen. Bis da hin ist der familiäre Speisezettel schon vorgeplant. Und dann versuche ich das hier, und wenn es wirklich so gut ist, wie die Chefkoch.de-Nutzer schreiben, dann mache ich mir das auch zu eigen, versprochen :) http://www.chefkoch.de/rezepte/313001112708050/Clints-Chili-con-Carne.html Ich bin schon gespannt darauf, wie es euch so schmeckt... :)

Montag, 3. Dezember 2012

LLIB - "12 Use the good silver."

Wie viel bist du dir wert? Die Aufforderung, das 'Gute Silber' zu benutzen, bringt einen da schon zum Nachdenken bringen. Wir räumen für andere auf, statt für uns - wir packen die guten Sachen aus, wenn Besuch kommt... na ja, das ist selbstverständlich auch okay, aber warum sind wir uns oft selber so wenig wert? Wie wäre es denn, ein mal mit sich selbst so umzugehen, wie mit einem lieben Besuch? Für sich selbst ein Zimmer neu zu gestalten, statt für andere? Einfach mal zu Hause das Abendkleid anziehen und im Kerzenlicht zu Abend essen, statt schnell ein paar Teller hinzustellen und jeder isst mehr oder weniger im Vorbeigehen? Ich denke, es fallen euch auch noch ein paar mehr Dinge ein, die man da so tun könnte, um sich selber wie einen König oder eine Königin zu behandeln - mit dem guten Silber und noch viel mehr!

Sonntag, 2. Dezember 2012

LLIB - "11 Sing in the shower."

Naaa, schon überlegt, welches Musikinstrument du ausprobieren willst? Wenn alle Stricke reißen, könnte das ja auch deine Stimme sein - kostenlos, schnell verfügbar, braucht wenig Wartung und kann so glücklich machen... :) Beim Singen in der Dusche muss ich daran denken, wie sehr wir alle doch unserem Tun meist einen oder zwei Schritte voraus sind. Selten befinden wir uns in dem Moment wirklich drin. Wir denken während des Duschens vielleicht an den Einkaufszettel oder die fünf der Tochter... oder schauen und die verkalkten Fliesen an, die mal eine Kur bräuchten - dabei wäre es doch viel besser, das Wasser der Dusche zu spüren, das hoffentlich wohlriechende Duschgel zu erschnuppern, die fünf Minuten Auszeit zu genießen und - na eben - darauf eine ordentliche Duscharie zu schmettern! Wenn du dich allein nicht traust, dann schaltest du eben per Lautsprecher einen ganzen Chor dazu! Probier's aus! Und dann schau mal, wie du dich fühlst........... :) Einen wunderbaren 1. Advent für dich!

Samstag, 1. Dezember 2012

LLIB - "10 Learn to play a musical instrument"

Jeder, der mich auch nur ein wenig kennt, weiß, dass mit diesem Auftrag offene Türen eingerannt werden. Ich spiele und lerne, seit ich 8 bin, Instrumente - zuerst die obligatorische Sopran - Blockflöte, später Tenor-, Alt-, Piccolo- und Bassblockflöte. Soweit ich mich erinnern kann, in dieser Reihenfolge. Dann der große Wunsch nach der Gitarre. Von meinem Onkel bekam ich eine "Schlag-Gitarre" mit fürchterlich hoher Saitenlage und grässlich-hässlichem Schlagbrett geschenkt. Da war ich zwölf. Doch weit und breit kein Gitarrenlehrer, außerdem waren meine Eltern auch nicht bereit, das zu finanzieren. Also: autodidaktisch mit der "Mundorgel-Gitarrenschule". Dass ich das hingekriegt habe (und gut hingekriegt habe), stärkt mich bis heute. Trotzdem nahm ich, als endlich ein paar Jahre später ein Gitarrenkurs in meiner Nähe statt fand, daran teil - ich dachte, dazu lernen geht immer. Es endete damit, dass ich ihn nach einigen Stunden selbst übernahm, da ich besser spielte als die Kursleiterin :) -- Mein Einstieg ins Unterrichten. Dann, im siebten Schuljahr, bot uns die Schule die Möglichkeit, ein Streichinstrument auszuleihen und zu lernen. Ich entschied mich für die Geige. Eine Hassliebe bis heute, denn ich bin ihr - wie den anderen Instrumenten - mit kleinen Urlauben immer treu geblieben. Es folgte das Klavier. Mit der damals in Mode stehenden elektronischen Orgel hatte ich eine kurze, aber langweilige Bekanntschaft gehabt. Nicht meins, entschied ich schnell. Mit neunzehn zog ich zu Hause aus, lieh mir ein Klavier für 35 Mark im Monat und kellnerte, um die Stunden, die samstagmorgens stattfanden, zu bezahlen. Das Klavier war einfach authentischer. Nun folgte die Querflöte, mit der ich schon immer geliebäugelt hatte. Auch da spielte das Kellnern eine Rolle, denn ich habe damals im Cafe Paulus am Friedrichsplstz in Kassel gearbeitet und wer das noch kennt, weiß, dass ich damals vom Trinkgeld gut studentisch leben konnte. Also wurde der Lohn des Sommers für eine Querflöte investiert. Und für die Stunden. Bei der wunderbaren Leslie Olson <3. Später folgten die Mandoline, das Akkordeon, die Orgel, keltische Harfe, die Ukulele, die Djembe. Teilweise im autodidaktischen Selbstversuch, teilweise mit Unterricht. Es ist vollkommen unmöglich, all die wunderbaren, positiven Erfahrungen, die ich mit und um die Musik herum gemacht habe, zu beschreiben. Wie viele Menschen ich dadurch kennen gelernt, mit ihnen eine Zeit lang musiziert habe und wie es sich anfühlt, mit anderen zu improvisieren oder etwas Großes auf die Beine zu stellen. Die von euch, die Musik machen, egal ob vokal oder instrumental, wissen, wo von ich rede. Und dass eigentlich niemand diese Moment verpassen sollte. Übrigens: es ist vollkommen egal, wie alt du bist oder welches Instrument du wählst. Ich hab schon siebzigjährige erfolgreich Gitarre lernen sehen, sich einen Lebenstraum erfüllen und für die Enkelkinder Weihnachtslieder spielen. Trau dich!!

LLIB - "9 Say "please" a lot"

Sorry für die Verspätung... - BITTE vergebt mir mein gestriges Versäumnis, aber ich lag in den letzten Zügen des diesjährigen nanowrimo und habe über 6000 Worte gestern schreiben müssen, das Ziel aber dann tatsächlich heute noch erreicht - ein gutes Gefühl. Kann ich nur empfehlen! Über den Wert des "bitte" in der Kommunikation braucht man kaum zu schreiben und doch beobachte ich immer wieder, dass viele Menschen wenig Wert darauf legen, wenn sie etwas von jemandem wollen - aber sehr viel, wenn man etwas von ihnen will. Da lohnt es sich vielleicht doch, mal sein eigenes Verhalten zu überdenken... ^^^ Für heute gute Nacht - und morgen kommt ein wirklich spannender Auftrag. Ich freue mich schon drauf!